Year in Review: 2017

Hi and welcome to my personal year 2017 review!

To me 2017 was a year that started pretty nice, but then included more and more dramatic aspects. What annoys me extremely is the current German Angst that infects more and more people here in Germany. I really cannot and won’t accept hate, disgrace and persecution of foreigners and humans who came here to escape from the war in their countries. I mean, we are one of the richest countries and we are healthy and not willing and able to share our wealth with those in need. Instead of that we are screaming “MINE, MINE, MINE!”. That’s so sad. I nearly completely lost my trust in humanity during this year. Ozzy Osbourne sang: “Without each other’s help there ain’t no hope for us.” and we all should think about it, think about helping each other to establish this world community aiming for world peace. But I’m pretty sure humanity won’t reach this goal during it’s existence. Those are dark thoughts these days, but what we can do is to concentrate on what our strengths are, not what our weaknesses are. So please leave those ones behind who don’t understanding the complexity of nowadays and who think they have an easy solution that ends in hate and protectionism – those are wrong and those haven’t learnt from our cruel downfalls in history.  Be smart, don’t get infected by them. That’s my appeal for 2018.

But what the private review differs from the reviews on TV is, that you are primarily showing your good times and less the bad times. So here you concentrate on the strengths – what’s actually good. 🙂

My biggest topic this year was wedding photography, again. It’s so nice to see the business growing from year to year, to meet new people and new clients with great weddings!
2017 I could see the market changing from all day to partly wedding day coverage. Of course there is still much of all day coverage, but it seems to decrease from year to year. That’s okay, I don’t have an issue with that. Especially in times where nearly everyone has a digital camera and smartphones that technology gets better and better, anyone has the opportunity to capture wonderful wedding moments on their own. If people are satisfied with that quality – fine. I’m delivering high-quality solutions with an professional approach that goal is to meet the customers expectations on covering their wedding day in way they can re-experiencing it in their future days.

It was a nice year of wedding coverage and I’m really looking forward to 2018 with very cool already signed weddings! 😀

2017 began in London. Julia and I had a great time there and welcomed the new year in a foreign country which was symbolic for us in terms of breaking new ground in our life. This year will end and begin at home because home became something wonderful this year. This year showed me that it’s possible to make a living on the countryside in times where a lot of people moving into cities. Digitalization will help us out here on the countryside to make our living from a place where our heart is ingrained.

Also the Quarter-Horse Shooting was a personal highlight for me as it shows also how to live on the countryside. In 2018 I expect more shootings like this.

Travel and photography maybe not that big topic in 2018, but I want to do more picture stories next year.

I will also write posts that give you an insight on photography like this years “Lighting on Location” and “Imitating the Sun Light” insight blog posts that help you to increase your photography skills or just to get ideas and tips.

Well, a fast and compact review, but expect more to come in 2018! 🙂

I wish all of you a great ending of 2017 and a much better start of 2018!
All the best for 2018!

Yours,

Chris

 

 

Insight: Imitating the Sun Light

Hallo zusammen,

in meinem heutigen Insight-Blogpost erkläre ich euch, wie ihr Sonnenlicht für einen stimmungsvollen Sonnenaufgang bzw. Sonnenuntergang imitiert.

Fotografie ist bekannterweise definiert als Malen mit Licht.
Dazu können wir Available Light nutzen und dieses auch um Blitzlicht ergänzen, um bestimmte Lichtstimmungen wie beispielsweise einen Sonnenuntergang zu erzeugen.

Dazu braucht ihr ein Blitzsystem, das genug Leistung hat, einen Studioblitz oder mehrere Systemblitze wie die NIKON Speedlights.

Wie viel Leistung euer Blitz benötigt, hängt von folgenden Einflussfaktoren ab:

  • Der Größe der Szenerie: Je größer, desto mehr Blitzleistung ist nötig
  • Der verwendeten Brennweite: Je größer, desto mehr Blitzleistung ist nötig
  • Der Tageszeit: Je stärker die Sonne scheint bzw. je heller es ist, desto mehr Blitzleistung ist nötig

Am folgenden Beispielbild erkläre ich euch nun, wie ich einen Sonnenuntergang imitiert habe.

Dieses Bild habe ich Ende Juni gegen 19:45 Uhr gemacht. Die eigentliche Sonne stand zu dieser Zeit auf ca. 2 Uhr (rechts), wenn die künstliche auf 12 Uhr stünde. Es war also noch relativ hell. Daher musste ich das Available Light möglichst dämpfen, damit der Blitz die primäre Lichtquelle wird. Hierzu habe ich in diesem Fall ISO 125 und eine Verschlusszeit von 1/160s gewählt. Damit der Blitz einige Strahlen produziert, habe ich Blende f5.6 eingestellt. Um eine wärmere Lichtstimmung zu erhalten, habe ich die Farbtemperatur manuell auf 10.000 Kelvin erhöht und das NIKON SB-800 Speedlight  bei voller Leistung (1/1) mit einem Orangefilter (Full CTO) bestückt. Verwendet habe ich für diese Aufnahme lediglich ein Speedlight.

Eine Aufnahme im künstlichen Gegenlicht bei 50 mm. Die Wirkung ist perfekt. Lange vor dem eigentlichen Sonnenuntergang gegen 22:30 Uhr, konnte mit einem Speedlight mit Orangefilter der Sonnenuntergang imitiert werden. Die Nachbearbeitung mit Photoshop erübrigt sich – ich habe nur etwas den Tonwert angepasst.

Ich hoffe, ihr konntet etwas aus diesem Beitrag mitnehmen und wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren! 🙂

Bis zum nächsten Mal!

Hurdler

Lighting on Location – Der professionelle Ansatz

Hallo liebe Leute,

heute gebe ich Antworten auf die Frage, weshalb ich so gerne Blitzlicht einsetze und wie ich es einsetze.

Wer mich kennt, der weiß, dass ich egal ob bei Tag oder Nacht, hell oder dunkel, Sonne oder Schatten, drinnen oder draußen überwiegend Blitze verwende.

Was mich etwas traurig stimmt, ist, dass dieser Tage Photoshop das Allheilmittel für viele (Hobby-)Fotografen und auch Kunden zu sein scheint. Viele glauben, dass es ohne Photoshop gar nicht mehr geht. Dass dieses allmächtige Tool alles rausreißt, was man als Fotograf verbockt hat und, dass ohne gar keine knalligen Fotos mehr zu Stande kommen. Dazu kann ich nur sagen: “Shit in = shit out.” oder: Wenn die fotografische Basis nicht stimmt, dann produziert man auch mit Photoshop Murks.

Für mich spielt in der Fotografie seit jeher neben gestalterischen Aspekten im Sinne von Komposition und Bildaussage die Kombination aus Techniken in Form der Steuerung des (künstlichen) Lichts und der Technologie, sprich der Kameratechnik, eine bedeutende Rolle.
Fotografie wird damit zu einer Philosophie, die die gestalterische und technische Welt vereint.

Als “NIKONIAN” arbeite ich primär mit NIKON Equipment und nutze daher am liebsten die NIKON Systemblitze. Diese Blitze sind für die meisten meiner Aufnahmen leistungsstark genug, da der Blitz nie das Licht dominiert, sondern nur soweit zugegeben wird, um die Bilder lebendiger zu gestalten. Zudem sind die Speedlights handlich, ausdauernd (200 Bilder/Akkuladung und langes Standby), nahezu überall platzierbar, kabellos und per Remote steuerbar.

NIKON SB-800 Speedlight

NIKON SPEEDLIGHT SB-800 Systemblitz

 

Ich steuere die Blitze via Infrarot über den Nikon SU-800 Commander an. Dieser ermöglicht es, die Speedlights über eine Entfernung bis zu ca. 20m anzusteuern. Damit kann man im Freien schon eine gute Distanz für kreatives Blitzen überwinden. 😉

NIKON SU-800 Commander

NIKON SU-800 Commander zum Ansteuern von NIKON SPEEDLIGHTS

 

Um noch größere Entfernungen zu überbrücken, nutze ich das RadioPopper PX System. Ein Funksende-/-Empfänger-System, das das Infrarotsignal der Speedlights in ein Funksignal umwandelt und wieder zurück. Die Reichweite beträgt hierbei über 400m.

RadioPopper PX-System

RadioPopper PX-System

 

Wedding Lake Light – NIKON D4, NIKKOR 70-200mm f2.8 VR + TC @400mm f6.3 VR, 1/160s @ISO 640, RadioPopper PX System, Distance approx. 100m

Beim oben aufgeführten Bild eines Hochzeitspaares am See habe ich beispielsweise den Blitz mittels RadioPopper PX System auf eine Distanz von ca. 100m ausgelöst. Den Blitz positionierte meine Assistentin hinter dem linken Busch an der Brücke. Unter Verwendung des reinen Umgebungslichtes, hätte das Brautpaar an diesem sehr bedeckten Tag nicht in dieser Form hervorgehoben werden können. Die Nachbearbeitung in Photoshop erübrigte sich dank des Blitzeinsatzes. 🙂

 

Wie gesagt, arbeite ich bei meinen Aufnahmen in den allermeisten Fällen mit Blitzlicht. Nicht, weil ich Available Light nicht mag, sondern, weil ich am liebsten das finale Bild mit Abdrücken des Auslösers im Kasten habe, ohne im Nachhinein noch kostbare Zeit in das Photoshop-Editing zu investieren. Wenn ich Available-Light-Aufnahmen mache, dann sind diese auch mit Drücken des Auslösers final – das heißt, das vorhandene Licht hat eine hohe Qualität und beleuchtet mein Motiv in der Art und Weise, wie ich es mir vorstelle – korrekte Belichtung inbegriffen. Available Light kann man also auch entsprechend qualitativ nutzen. Dies soll in diesem Beitrag allerdings nicht das Thema sein, bietet aber Stoff für einen der kommenden Beiträge. 😉

Den Einsatz von Blitzlicht liebe ich, weil ich damit alle Lichtstimmungen imitieren kann. Sonnenuntergang am helligten Tag? Kein Problem. Nachtaufnahme bei helligtem Tag? Kein Problem. Tageslicht in einer Sporthalle? Kein Problem. Dramatische Lichtstimmung mit harten Schatten tags, nachts? Kein Problem. Simulieren von DJ-Licht, um saubere Tanzflächenaufnahmen zu erhalten, das die Lichtstimmung nicht stört? Kein Problem. Ich könnte die Liste endlos weiterführen. Fazit bleibt: Mit Blitzlicht kann ich mir meine eigene und damit passende Lichtstimmung zaubern – jederzeit!

Mein Ziel ist es dabei immer, das Blitzlich derart einzusetzen, dass man nicht ahnt, dass ich es eingesetzt habe. Die Aufnahmen also wie Available-Light-Aufnahmen aussehen, aber eben eine höhere Bildqualität im Sinne von hohem Kontrastumfang, dadurch lebendigere Farben, und geringem Bildrauschen haben. So arbeiten schließlich auch die Profis der großen Magazine.
Mit Photoshop gebe ich den Aufnahmen wenn nur den letzten Touch in Form von einer Tonwertkorrektur, Gradationskurve oder etwas Nachschärfen.

Die Schwierigkeit beim Einsatz von Blitzen ist, dass es einiges zu analysieren und zu bewerten gibt, um nicht ewig rumzuprobieren, was das korrekte Blending (Vermischen von Umgebungs- und Blitzlicht) betrifft. Schließlich soll der Blitz nicht die domierende Lichtquelle, sondern lediglich eine Ergänzung zur Steigerung der Lebendigkeit und Lichtqualität sein – in den meisten Fällen.

Nachfolgend will ich euch einige Beispiele zeigen und erläutern:

Drummer Light

Drummer Light – NIKON D3, NIKON SB-800 Speedlight, NIKON SB-800 Commander

Dieser Schlagzeuger saß nahezu vollständig im Dunkel der hinteren Bühne, wie Schlagzeuger so oft. Da ich finde, dass Drummer ebenso zu Geltung wie die anderen Bandmitglieder kommen sollten, habe ich diesen Drummer für eine Presse-Reportage entsprechend live in Szene gesetzt und mit einem NIKON SB-800 Speedlight beleuchtet. Das SB-800 hatte ich während des Soundchecks an einem Mikrofonstativ mit einer Manfrotto SuperClamp angebracht und später aus respektvoller Entfernung mit dem NIKON SU-800 Commander ausgelöst. Der Blitz erhellt den Schlagzeuger nicht komplett, lediglich gibt er dessen Gesicht unter dramatischem Licht preis. Dabei wirkt es wie ein Spotlight auf der Bühne – unaufdringlich.

 

Motocross Light

Motocross Light – NIKON D3, 4x NIKON SB-800 Speedlight, NIKON SU-800 Commander, RadioPopper PX System, Tamron 10-20mm f4 @17mm f5.6, 1/1250s @ISO 200

Dieses Bild eines Motocrossfahrers machte ich bei brennender Sommersonne. Ohne Einsatz eines Blitzes läge die der Kamera zugewandte Seite komplett im Schatten. Mit Hilfe vierer NIKON SB-800 Speedlights konnte ich den Fahrer entsprechend aufhellen und in Szene setzen, so dass man auch seine Augen erkennen und somit auch dessen Emotion spüren kann. Die Aufnahme erfolgte aus einem Abstand von ca. 40cm. Die Blitze hielt mein Assistent aus etwa 2m Entfernung auf den Fahrer. Am Ende entstand ein Actionfoto mit hohem Kontrastumfang, das sehr natürlich wirkt und nicht wie geblitzt aussieht.
P.S.: Dieses Foto wurde übrigens 2012 vom Duden/Cornelsen-Verlag im Schulbuch “Physik, na klar!”  für die 9./10. Klasse abgedruckt.

 

Lake Portrait Light

Lake Portrait Light – NIKON D3, 2x NIKON SB-800 Speedlight, NIKON SU-800 Commander, RadioPopper PX System, Lastolite Shine Through Umbrella, NIKON 70-200 f2.8 VR @155mm f5.6 VR, 1/125s @ ISO 200.

Dass das obige Portrait am Teich bei bedecktem, grauem Himmel entstand, sieht man ihm nicht an. Auch hierfür habe ich Blitz verwendet. Entsprechend in das Umgebungslicht eingeblendet, wirkt er äußerst dezent in der Form, dass er ein warmes, sonniges Licht imitiert und für kräftige Farben und einen hohen Kontrastumfang sorgt.

 

Hurdler Lighting Setup

Hurdler Lighting Setup – 4x NIKON SB-800 Speedlight, RadioPopper PX System

Hurdler Light

Hurdler Light I – NIKON D3, 4x NIKON SB-800 Speedlight, NIKON SU-800 Commander, RadioPopper PX System, NIKKOR 300mm f2.8 + TC @600mm f8, 1/1200s @ISO 800

Hurdler Light II

Hurdler Light II – NIKON D3, 4x NIKON SB-800 Speedlight, NIKON SU-800 Commander, RadioPopper PX System, Tamron 10-20mm f4 @17mm f9, 1/1600s @ISO 500

Besonders mag ich den Einsatz von Blitzen, wenn es darum geht ein Bild sprechen zu lassen. Im Sport eignet sich dramatisches, hartes Licht ausgezeichnet dafür. Mit einer Available-Light-Aufnahme hätte man niemals eine derartige Spannung erzeugen können, wie sie bei den obigen Aufnahmen einer Hürdenläuferin entstand.

 

Swimmer Light

Swimmer Light – NIKON D3, 2x NIKON SB-800 Speedlight, NIKON SU-800 Commander, RadioPopper PX System, NIKKOR 300 f2.8 @300mm f5.6, 1/500s, ISO 6400

Dieses Bild einer Schwimmerin entstand in einem dunklen Hallenbad. Ohne Blitz wäre locker ISO 12.800 und eine Verschlusszeit von 1/80s nötig gewesen. Um die Bewegung sauber einzufrieren und die Schwimmerin vom Wasser abzuheben, wäre das ungenügend gewesen. Dank Verwendung von Blitz konnte ich allerdings die ISO auf 6.400 halbieren und die Verschlusszeit auf 1/500s hochsetzen, bei 300mm f5.6. Ein hochwertiges Ergebnis für die Sportpresse.

 

Wood Portrait Light

Wood Portrait Light – NIKON D3, NIKON SB-800 Speedlight, NIKON SU-800 Commander, Lastolite Joe McNally Ezybox Speed-Lite Plus, NIKKOR 70-200mm f2.8 VR @105mm f2.8 VR, 1/100s.

Abschließend noch ein Hochzeitsportrait im Bayrischen Wald. Auch hier habe ich Blitz verwendet – und zwar wiederum in dezenter Form, so dass dieser das Sonnenlicht imitiert und das im Schatten stehende Paar natürlich erhellt und in weiches Licht hüllt. Ohne Blitz hätte diese Aufnahme weniger Kontrastumfang, einen wesentlich helleren Hintergrund, der die Bäume auswaschen würde, um passend auf die Gesichter zu belichten. Am Ende wäre hier bei einer Available-Light-Aufnahme wieder zeitaufwändiges Photoshop-Editing nötig gewesen.

Bereits “out of camera” Ergebnisse zu erhalten, die man mit Photoshop im Grunde gar nicht mehr anfassen muss, das macht für mich professionelle Fotografie aus. Ein fiktionales Bild mit Hilfe technischer Mittel wie Kamera, Blitz, Lichtformer sowie dem Wissen um Lichtgestaltung und Komposition in die Realität umzusetzen und es schlussendlich mit dem Drücken des Auslösers zu manifestieren – ohne massives Post-Editing in Photoshop. 🙂

Wenn ihr mehr zu professionellem Blitzen erfahren wollt und wie man den Blitz optimal in das Umgebungslicht einbindet, dann habt ihr am 27. Mai 2017 die Gelegenheit an meinem “On Location Lighting”-Workshop “Entfesseltes Blitzen” teilzunehmen. 15% Frühbucherrabatt gibt es für Anmeldungen bis zum 31. März 2017. Alle Infos auf meiner Facebook-Page. Bei Fragen und/oder zur Registrierung schreibt mir einfach via Facebook oder sendet mir eine E-Mail.

Welches Licht bevorzugt ihr – Available Light oder Blitzlicht? Warum?
Welche Erfahrungen habt ihr mit Blitzlicht gemacht?