Insight: Imitating the Sun Light

Hallo zusammen,

in meinem heutigen Insight-Blogpost erkläre ich euch, wie ihr Sonnenlicht für einen stimmungsvollen Sonnenaufgang bzw. Sonnenuntergang imitiert.

Fotografie ist bekannterweise definiert als Malen mit Licht.
Dazu können wir Available Light nutzen und dieses auch um Blitzlicht ergänzen, um bestimmte Lichtstimmungen wie beispielsweise einen Sonnenuntergang zu erzeugen.

Dazu braucht ihr ein Blitzsystem, das genug Leistung hat, einen Studioblitz oder mehrere Systemblitze wie die NIKON Speedlights.

Wie viel Leistung euer Blitz benötigt, hängt von folgenden Einflussfaktoren ab:

  • Der Größe der Szenerie: Je größer, desto mehr Blitzleistung ist nötig
  • Der verwendeten Brennweite: Je größer, desto mehr Blitzleistung ist nötig
  • Der Tageszeit: Je stärker die Sonne scheint bzw. je heller es ist, desto mehr Blitzleistung ist nötig

Am folgenden Beispielbild erkläre ich euch nun, wie ich einen Sonnenuntergang imitiert habe.

Dieses Bild habe ich Ende Juni gegen 19:45 Uhr gemacht. Die eigentliche Sonne stand zu dieser Zeit auf ca. 2 Uhr (rechts), wenn die künstliche auf 12 Uhr stünde. Es war also noch relativ hell. Daher musste ich das Available Light möglichst dämpfen, damit der Blitz die primäre Lichtquelle wird. Hierzu habe ich in diesem Fall ISO 125 und eine Verschlusszeit von 1/160s gewählt. Damit der Blitz einige Strahlen produziert, habe ich Blende f5.6 eingestellt. Um eine wärmere Lichtstimmung zu erhalten, habe ich die Farbtemperatur manuell auf 10.000 Kelvin erhöht und das NIKON SB-800 Speedlight  bei voller Leistung (1/1) mit einem Orangefilter (Full CTO) bestückt. Verwendet habe ich für diese Aufnahme lediglich ein Speedlight.

Eine Aufnahme im künstlichen Gegenlicht bei 50 mm. Die Wirkung ist perfekt. Lange vor dem eigentlichen Sonnenuntergang gegen 22:30 Uhr, konnte mit einem Speedlight mit Orangefilter der Sonnenuntergang imitiert werden. Die Nachbearbeitung mit Photoshop erübrigt sich – ich habe nur etwas den Tonwert angepasst.

Ich hoffe, ihr konntet etwas aus diesem Beitrag mitnehmen und wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren! 🙂

Bis zum nächsten Mal!

Ein Sommer-Shoot

Nach unzähligen Klausuren und einer Menge Lernstress habe ich mich heute nach der drittletzten Klausur endlich mal wieder der Fotografie widmen können. In den letzten Wochen kamen mir viele Ideen, die ich nach den Klausuren auch Stück für Stück umsetzen will.
Heute habe ich begonnen, eine der ersten Ideen zu realisieren: Ein Portrait in einem Getreidefeld während die Sonne untergeht. Dabei sollte es so realistisch wie möglich wirken, allerdings gingen mir die CTOs für die Blitze aus, so dass der beleuchtete Hintergrund von der Farbtemperatur her stark abweicht (5000 Kelvin). Dahingegen habe ich die Blitze für das Model per CTO auf ca. 10.000 Kelvin modifiziert, um das warme Licht des Sonnenuntergangs zu imitieren. Naja,  es war mehr eine spontane Aktion, da der Himmel gerade so passend schien – das soll jetzt aber keine Entschuldigung sein. 😉
Nachdem das Equipment zusammengerafft war, haben wir uns ins Auto geschwungen und sind ins Feld gefahren. Dann musste alles ganz schnell gehen, bevor die Sonne hinter dem Wald verschwand und mit ihr das warme Licht. Der Aufbau war wie folgt:

Ich habe bei jedem Blitz die Leistung manuell geregelt, weil ich die volle Kontrolle wollte. Die zwei SB-800 fürs Model habe ich Gruppe A und den SB-800 für den Hintergrund Gruppe B zugeordnet, um das Licht variabel steuern zu können. Die SB-800 fürs Model habe ich außerdem mit den Bouncern bestückt – für ein weicheres Licht. Habe hier auf Softboxen oder Schirme verzichtet, weil schneller. Der SB-800 für den Hintergrund war auf 35mm gezoomt, um das Licht etwas zu streuen.
Kameraeinstellungen waren auch alle manuell. Als Objektiv habe ich ein Sigma 24-70/2.8 verwendet. Alles in Allem kein kompliziertes Setup, aber: weniger ist eben oftmals mehr – wie das Ergebnis beweist:

Bis demnächst.

Chris